17. Tag der Betriebe

Wenn auf dem Schulhof geschweißt, in den Werkräumen gesägt und geschleift wird und unzählige Unternehmen aus der Region Hoher Westerwald einen Vormittag in der Schule verbringen, dann findet der jährliche „Tag der Betriebe“ der Realschule plus Hoher Westerwald in Rennerod statt.   Schon am Vorabend trafen sich über 350 Schülerinnen und Schüler zum Teil mit ihren Eltern zu einem Informationsabend. Anschließend durften Jobfux Anne Riebel, die gemeinsam mit Konrektorin Sika Michel die 17. Berufsorientierungswoche der Schule organisierte, und Antje Hentrich (Schulleiterin) die Olympiasportlerin Sandra Völker begrüßen, die in einem Referat aus ihrer Laufbahn berichtete. „Helden machen Helden“, das ist das Projekt der IHK Koblenz, in dem Spitzensportler in Workshops die Verbindung zwischen sportlicher Karriere und der beruflichen Zukunft der Schüler schaffen. Im Anschluss an die Eröffnugsveranstaltung, an der auch die Firma Lidl mit einem Referenten vertreten war, konnten sich die anwesenden Gäste bei 15 ausstellenden Firmen, sowie der Glasfachschule Hadamar und der BBS Westerburg ausführlich im Rahmen der schulinternen Ausbildungsbörse informieren.   Einen Tag später fanden dann die Workshops am Vormittag statt. Hier ist es immer wieder schön, wenn ehemalige Schüler als Auszubildende oder gar als Fachkräfte in ihre „alte Schule“ kommen und aus ihrer Berufswelt berichten. Gleich 24 verschiedene Firmen und Unternehmen zeigten in Workshops ihr vielfältiges berufliches Angebot. Knapp 300 Schülerinnen und Schüler konnten in vier Blöcken einen vielfältigen Einblick in die Berufswelt erleben und sich auch praktisch betätigen. Da wurden Servietten gefaltet oder ein festlicher Mittagstisch eingedeckt (Wildpark Hotel), es wurde mit computergesteuerter Technik gearbeitet (focus) oder gebacken und probiert (Mühlenbecker). Auf dem Schulhof machte das DRK Werbung für die Ausbildung zum Notfallsanitäter im Rettungsdienst und die Firma Semmelmann lud zur Probefahrt mit ihren Fahrzeugen ein. Ebenso waren neben vielen anderen Ausbildungsbetrieben die Verbandsgemeindeverwaltung Rennerod vor Ort. Schulleiterin Antje Hentrich konnte Stadtbürgermeister Raimund Scharwart begrüßen, der sich von der Vielfalt der Workshops, in denen vor allem das Interesse und die Disziplin der Schülerinnen und Schüler gelobt wurde, machen. Ein besonderes Highlight hatte Susanne Baltes von der IHK Koblenz im Gepäck. Zur Unterstützung der Berufsorientierungs-konzepte der Schulen referieren Spitzenathleten und schaffen so die Verbindung zwischen der sportlichen Karriere und der beuflichen Zukunft der Schüler. Aus dem Bereich des Schwimmsports war die ehemalige Spitzensportlerin Sandra Völker und Tischtennisprofi Kristin Silbereisen zu Gast in Rennerod. Ausgewälhlte Schüler und Schülerinnen, die zuvor an einer Potenzialanalyse des Bildungsministeriums teilnehmen mussten, konnten so zunächst in Gesprächsrunden und anschließend in sportlichem „Wettkampf“ erfahren, wieviel Kraft und welche Möglichkeiten in ihnen stecken. Es war schön zu erleben, dass sich Schüler, die zuvor kaum Erfahrung an der Tischtennisplatte gesammelt hatten, plötzlich über 100 Ballwechsel am Stück spielen konnten.  Sympathisch vermittelte die Olympiazweite Sandra Völker verschiedene Schwimmtechniken und verhalf den Teilnehmer/innen zu ganz persönlichen Erfolgen. Und was im Sport gelingt, soll im Beruf ebenso klappen. Das ist der eigentliche Hintergrund er Aktion der IHK, der letztendlich auch den Ausbildungsbetrieben zugute kommt. Am Ende des Tages wurden nicht nur Autogramme der Olympiasportlerinnen verteilt und Selfies gemacht, es gab auch etliche Anmeldungen zu Praktikas in den Ausbildungsbetrieben der Region und so mancher Schüler und manche Schülerin entdeckte neue Perspektiven für die eigene Zukunft.